Wasserfilter mit Aktivkohle – wie sie funktionieren und worauf Sie achten sollten
Aktivkohle zählt zu den bewährtesten Filtermedien für sauberes, wohlschmeckendes Trinkwasser. Ihre besondere Porenstruktur ermöglicht es, zahlreiche unerwünschte Stoffe wie Chlor, Pestizide und organische Rückstände im Wasser zu reduzieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Aktivkohlefilter funktionieren, welche Schadstoffe sie zurückhalten können, worauf es bei der Auswahl ankommt und welche Acala Wasserfilter für Sie geeignet sind.
Was ist Aktivkohle – und warum eignet sie sich zur Wasserfiltration?
Aktivkohle ist ein hochporöses Filtermaterial, das beispielsweise aus Kokosnussschalen, Holz oder Torf hergestellt wird. Durch ein spezielles Aktivierungsverfahren entsteht eine enorme innere Oberfläche von mehreren Hundert bis über tausend Quadratmetern pro Gramm.
An dieser Oberfläche können sich zahlreiche unerwünschte Stoffe anlagern und so aus dem Wasser gefiltert werden. Gelöste Mineralien wie Kalzium und Magnesium werden von Aktivkohle dagegen kaum gebunden. Genau diese Eigenschaften machen sie zu einem besonders wirkungsvollen Filtermedium für die Trinkwasseraufbereitung.
Welche Schadstoffe filtert Aktivkohle aus dem Wasser?
Aktivkohle reduziert zahlreiche unerwünschte Stoffe im Wasser durch Adsorption. Dabei lagern sich die Stoffe an der großen inneren Oberfläche der Kohle an. Besonders wirksam ist Aktivkohle bei der Reduktion von:
- Chlor und bestimmten Chlorverbindungen
- zahlreichen Pestiziden und Herbiziden
- bestimmten Medikamentenrückständen
- organischen Schadstoffen und Lösungsmitteln
- störenden Geruchs- und Geschmacksstoffen
Wie gut die Filtration funktioniert, hängt von der Beschaffenheit der Aktivkohle, den jeweiligen Stoffen und der Kontaktzeit mit dem Wasser ab. In Kombination mit einem geeigneten Keramikvorfilter können außerdem Mikroplastikpartikel zurückgehalten werden.
Was bleibt im Wasser?
Ein wichtiger Vorteil der Aktivkohlefiltration: Gelöste Mineralien wie Kalzium und Magnesium werden durch Aktivkohle kaum gebunden. Sie bleiben daher weitgehend im Wasser enthalten, während zahlreiche unerwünschte Stoffe reduziert werden. So lässt sich der Geschmack des Trinkwassers verbessern, ohne die enthaltenen Mineralien durch die Aktivkohlefiltration wesentlich zu verringern.
Vorteile eines Wasserfilters mit Aktivkohle
- Frischer, angenehmer Geschmack: Aktivkohle reduziert Chlor sowie störende Geruchs- und Geschmacksstoffe.
- Weniger unerwünschte Stoffe: Aktivkohle kann zahlreiche Rückstände aus Industrie, Landwirtschaft und Haushalten binden, darunter bestimmte Pestizide und Medikamentenrückstände.
- Filtration ohne zusätzliche Filterchemikalien: Die Schadstoffe lagern sich direkt an der Oberfläche der Aktivkohle an.
- Austauschbare Filtermaterialien: Bei Acala Standfiltern mit wiederbefüllbarer Glaskartusche lässt sich das verbrauchte Filtermaterial separat ersetzen.
- Unabhängig vom Wasseranschluss: Acala Kannen- und Standfilter funktionieren allein durch Schwerkraft, ohne Strom oder festen Wasseranschluss.
Worauf Sie beim Kauf eines Aktivkohlefilters achten sollten
- Qualität der Aktivkohle: Entscheidend sind die Porenstruktur, die Adsorptionsfähigkeit und die Eignung für die Trinkwasserfiltration. Acala verwendet Aktivkohle mit einer Jodzahl von 1200 mg/g. Dieser Wert beschreibt die hohe Adsorptionsfähigkeit für Jod und dient als Kennzahl für die Porenstruktur.
- Filteraufbau: Lose Aktivkohle und gepresste Aktivkohleblöcke unterscheiden sich in ihrer Konstruktion und im Durchflussverhalten. Entscheidend ist, wie gut das gesamte Filtersystem die gewünschten Stoffe reduziert.
- Regelmäßiger Filterwechsel: Ein rechtzeitiger Wechsel der Filtermaterialien ist wichtig, damit die vorgesehene Filterleistung erhalten bleibt.
- Aufeinander abgestimmte Filterstufen: Acala kombiniert Aktivkohle mit weiteren Filtermaterialien wie Keramik und Zeolith. Die einzelnen Materialien übernehmen unterschiedliche Aufgaben bei der Wasseraufbereitung.
Welcher Acala Wasserfilter mit Aktivkohle passt zu Ihnen?
Acala kombiniert Aktivkohle mit weiteren aufeinander abgestimmten Filtermaterialien. Welches Modell am besten zu Ihnen passt, hängt vor allem von Ihrem täglichen Wasserbedarf und dem gewünschten Material ab.
AcalaQuell® Swing: Eine handliche Wasserfilterkanne für den täglichen Gebrauch, ideal bei wenig Platz.
AcalaQuell® Silizia: Eine Wasserfilterkanne aus Glas für alle, die Glas als Material bevorzugen.
AcalaQuell® Smart: Ein Standfilter mit größerem Wasservorrat und praktischem Entnahmehahn.
Alle drei Modelle nutzen mehrstufige Filtersysteme mit Aktivkohle und funktionieren ohne Strom oder festen Wasseranschluss.
Häufige Fragen zu Aktivkohlefiltern
Was ist der Unterschied zwischen Aktivkohle- und Keramikfiltern?
Keramikfilter halten je nach Porengröße feine Partikel und bestimmte Mikroorganismen zurück. Aktivkohle bindet dagegen zahlreiche gelöste Stoffe, darunter Chlor, bestimmte organische Rückstände sowie störende Geruchs- und Geschmacksstoffe. Bei Acala ergänzen sich beide Filtermaterialien innerhalb der mehrstufigen Wasserfiltration.
Wie lange hält ein Aktivkohlefilter von Acala?
Bei Acala Wasserfilterkannen wird die Filterkartusche alle zwei Monate gewechselt, bei Standfiltern in der Regel alle vier Monate. Bei wiederbefüllbaren Glaskartuschen lässt sich das verbrauchte Filtermaterial separat austauschen. Beachten Sie die Wechselintervalle und Pflegehinweise des jeweiligen Modells.
Filtert Aktivkohle auch Mikroplastik?
Aktivkohle ist vor allem auf die Bindung gelöster Stoffe ausgelegt. In mehrstufigen Filtersystemen können zusätzlich geeignete Vorfilter, beispielsweise aus Keramik, Mikroplastikpartikel mechanisch zurückhalten. Entscheidend sind die Größe der Partikel und die Eigenschaften des jeweiligen Filtersystems.